Fassadenschrank

Objektdaten


Archiv Nr.:
SKEL1665
Objekt:
Fassadenschrank
Zweiteiliger Schrank mit zwei Türen und einer Schublade im Sockelgeschoß sowie einem aufgesetzten profilierten Kranzgesims. Die eingeschossige, architektonische Front ist plastisch durch vorgestellte Säulen und Ädikulen gegliedert. Es finden sich drei große und je zwei kleinere, die Fensternischen rahmende, mit Rillen und profilierten Zwischenringen gedrechselte Säulen. Über, in und unter den Ädikulen, sowie im Gesims- und im Sockelgeschoß sind Schnitzereien vorgeblendet. Das flächige Dekor des Möbels besteht aus einer geometrischen Marketerie, die kontrastreich aus verschiedenen Hölzern gearbeitet ist. In die nicht furnierten Seiten sind je zwei Rechtecke aus Bandeinlagen intarsiert. Der Korpus ruht auf fünf gerillt gedrechselten Füßen, die die Form der Säulen an der Front fortsetzen.
Entstehungszeit:
1665
laut der plastisch marketierten Kalligraphie am Gesims. Der Schrank ist das zweitälteste bekannte Objekt dieser Art am Übergang zur Barockzeit. Vergleichbare Schränke sind in einem Standardwerk der Kunstgeschichte des deutschen Möbels abgebildet und beschrieben
(Lit.: Heinrich Kreisel, Georg Himmelheber - Die Kunst des deutschen Möbels Bd.I, 1981, S.239 ff., Abb.525 - 528) 
Zuordnung (regional):
Oberrhein, Elsass
Materialien:
Konstruktionsholz
Tanne
Schnitzwerk
Nussbaum
Profile
Ahorn, Buche
Säulen
Esche
Kapitelle, Sockel
Ahorn
Zwischenprofile
Ahorn
Furnier
Ahorn (schlicht, Riegelahorn, Wurzelahorn), Birnbaum, Esche, Goldregen, Nussbaum, Stechpalme
Furnierstärke
ca. 2 - 4 mm
Langbänder, Schloß
Eisen, z.T. verzinnt, ziseliert und gebläut
seitliche Griffe
Eisen, verzinnt und ziseliert
Schlüsselschilder
Messing, durchbrochen getrieben, ziseliert
Schrankinneres
Buntpapier (Fragmente gefunden)
Maße:
2065 mm (H) x 2030 mm (B) x 700 mm (T) 

Restaurierungsmaßnahmen