Fauteuil

Im 18. Jahrhundert auch im deutschen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung für einen gepolsterten Armlehnsessel. Man unterscheidet zwei konstruktiv verschiedene Typen, den geräumigen Fauteuil à la Reine mit rückseitig gerade schließendem Gestellrahmen und entsprechend gerader Rückenlehne, die meist rechteckig oder auch rund ausgeformt ist, und den zierlicheren Fauteuil "en cabriolet" mit rückseitig gerundetem Gestellrahmen und im Grundriß entsprechend gebogener Rückenlehne, die häufig trapezförmig oder ovalrund ausgeprägt ist. Den beiden Grundtypen sind feste Funktionen im Raum zugeordnet: die Sitzmöbel im Typus à la Reine stehen als "Fauteuils meublants" vor der Wand und sind in die Raumarchitektur eingeschrieben, die Sitzmöbel im Typus "en cabriolet" sind als "Fauteuils courants" gefällig im Raum verteilt.