Marmor

(marmaros, grch. = Felsblock), mittel- bis grobkristalliner metamorpher Kalkstein, seltener Dolomit; Verunreinigungen führen zu flecken- oder aderförmigen Verfärbungen, z. B. Eisenverbindungen (gelb, rot, braun), Graphit (grau, schwarz). Rein weißer Marmor für Bildhauerzwecke ist selten (z. B. Carrara, Italien). Marmor war in der Antike wohl das am häufigsten verwendete Material in Architektur und Bildhauerei, wobei er in der Bauplastik z.T. nur eingeschränkt (Partien der unbedeckten Haut) verarbeitet wurde. Marmor blieb in Italien zu allen Zeiten bevorzugtes Material. Nördlich der Alpen wurde er im Mittelalter kaum verwendet. Erst die Renaissance, v. a. der Barock, der seine Farbwirkung gerne nützte, schenkte ihm wieder Beachtung. Der Farbvorstellung des Klassizismus kam der weiße Marmor aus Carrara entgegen. In der Kunst des 20. Jahrhunderts wird Marmor selten benutzt (A. MAILLOL, C. BRÂNCUSI).

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