Rokoko

Auch Spätbarock genannt, ist eine Weiterentwicklung der kunstgeschichtlichen Epoche des Barock in den Jahren 1735 bis 1770/1790. Umstritten ist, ob der Rokoko als eigene Kunstform gelten darf, da er aus dem Barock entstanden ist; viele Kunsthistoriker verwenden daher den Begriff des Spätbarocks anstelle des Rokokos. Dieser Begriff wird allerdings synonym auch für den Übergang des Barock zum Klassizismus gebraucht und meint hier die Abkehr vom üppig-schwülstigen hin zu klaren Linien. Stiltypisch sind überbordende Verzierungen an Bauten, Innenräumen, Möbeln, Geräten usw. und vor allem die Aufgabe jeglicher Symmetrie, die im Barock noch als wichtiges Element verwendet wurde. An die Stelle fester Formen treten leichte, zierlich gewundene Linien und häufig rankenförmige Umrandungen. Das Rokoko brachte eine vorher nicht gekannte Verfeinerung des gesamten höfischen Lebens mit sich. An die Stelle monumentaler Machtentfaltung und kraftvoller Dynamik des Barock traten nun kultivierte Lebensführung und ein leichtfüßiges, feinsinniges Lebensgefühl, gepaart mit vornehm-zarter Sinnlichkeit und galanten Umgangsformen. Den Rahmen bildeten eine heitere, leichte Architektur und eine sensible elegante Wohnkultur, angereichert durch verspielte Details von tänzerischer Leichtigkeit. (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Rokoko)

Querverweise: