Stempel

Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts nur von wenigen Pariser Kunstschreinern gepflogene Tradition, ihre Möbel mit dem Namensstempel zu versehen, wurde 1743 durch entsprechende Verordnungen der Pariser Schreinerzunft zur Pflicht, die allerdings erst 1751 vom Parlament registriert und damit umfassend wirksam wurde. Zum Schutz seiner Urheberschaft hatte jeder Meister die Pflicht, seine Möbel mit dem Namensstempel, in Form des ganzen Namenszuges, häufig auch nur als Monogramm, zu versehen. Die Zunft fügte ihrerseits bei Werkstattkontrollen ihren Stempel »j.m.e.« (Jurande des Menuisiers-Ebénistes) hinzu. Bei Sitzmöbeln findet sich der Künstlerstempel meist auf der rückwärtigen Zarge, bei furnierten Möbeln auf dem Blindholz der Stollen oder Zargen.

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