Die Stilstufe besonders der deutschen Kunst im Übergang vom Rokoko zum Klassizismus, soweit in ihr das Bürgerliche, Lehrhafte, Nüchterne der Aufklärungszeit hervortritt. Die eher despektierlich gemeinte Bezeichnung Zopfstil wurde Anfang des 19. Jahrhunderts von den reifen Klassizisten geprägt. Sie verweist auf die in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts getragene Zopfperücke, welche bereits vor 1800 unmodern wurde. Das Wort Zopf stand somit synonym für altmodisch. Möglicherweise wurde der Begriff auch durch die häufig benutzten zopfförmigen Blattornamente und Blumengirlanden, Festons geprägt.
